Kühner-Settelmeyer-Duo
Kühner-Settelmeyer-Duo

Percussion Duo Konzerte...

Klangkunst bei der Eröffnung des Bildhauersymposions mit dem Percussionsduo Max & More (Bernd Settelmeyer und Uwe Kühner). Bild: Zürn

Von unserem Redaktionsmitglied Pia Eckstein

Rems-Murr RUNDSCHAU

Dienstag, 13. Juni 2017

Das Material zum Singen bringen

Was man sich nach der Eröffnungsveranstaltung des dritten Schorndorfer Bildhauersymposions versprechen darf

 

 

Schorndorf.

Der Anfang ist gemacht, nicht einfach nur vollbracht. Das dritte Schorndorfer Bildhauersymposion ist eröffnet. Nicht mit Paukenschlägen, sondern mit dem Edel-Lärm von Materialmusikern. Ein Duo aus Stuttgart brachte zur Eröffnung Stein, Holz und Metall zum Klingen. So wie die fünf beteiligten Bildhauer dann binnen zwei Wochen ihr Material zur Anschauung bringen wollen, zur trefflichen.

 

Was sind sie nur für geniale Resteverwerter. Max&More, die beiden Percussionisten aus Stuttgart. Im Lichte ihrer Klangkunst darf es niemals so weit kommen, dass der alljährliche große Flohmarkt unter den Kastanienbäumen in der Innenstadtschule mal keinen Platz mehr findet. Denn genau aus diesem unerschöpflichen Arsenal der alten Share-Economy bedienen sich Bernd Settelmeyer und Uwe Kühner. Dann, wenn sie wie jetzt auf das Material der Stahlbildhauerin Manuela Tirler anspielen, im Wortsinn. Dazu Blechnäpfe und Topfdeckel an einem Galgen klanglich in Reihe schalten und ein mit Wasser gefülltes Blechgefäß mittels feinmotorisch hergestellter Resonanzkatastrophezum Springbrunnen umfunktionieren.

Also: Altes Geschirr, das vergessene Holzxylofon vom Dachboden,und das Steingut-Inventar einer aufgelösten Trommelgruppe taugen für Botschaften, die nicht nur der Klangkunst neue Räume öffnen, sondern ebenso der bildnerischen Kunst vor Ohren führen, an was sie sich zu schaffen macht: an Urwerkstoffen wie Holz, an Stein, an Stahl. ...Höre da: Es kommt mal wieder darauf an, was man draus macht. Das Duo bringt Material nicht nur zum Klingen und rhythmisch zum Swingen, sondern nach den Gesetzen von Harmonie und Melodie, nicht Kakofonie, geradewegs zum Singen. Wahrscheinlich eine schöne Folge davon, dass sie halt ein eingespieltes Team sind, die beiden und ihre Klangwerkzeuge. …

 

Sofort auf einer Wellenlänge

Dorftreff: Wechsende Klangkulisse mit oft einfachsten Mitteln

(von Bettina Bausch)

 

Althengstett-Neuhengstett

Ein Konzert, bei dem nur zwei Schlagzeuger auftreten, wie soll das gehen? Es funktioniert – und wie! Das zeigten jetzt die beiden Musiker Uwe Kühner und Bernd Settelmeyer bei einem aüßerst ungewöhnlichem Auftritt in Neuhengstett. Der Verein Dorftreff hatte das Stuttgarter Duo Max & More unter dem Motto „Klangwelten für alle Sinne“ in den Sitzungssaal des Neuhengstetter Rathauses eingeladen.

Große Vielseitigkeit

Wir haben uns beim Studium in der Musikhochschule kennengelernt und gemerkt, dass wir ziemlich gleiche musikalische Wellenlängen haben“, erzählt Settelmeyer.

Bei den sich anschließenden Musikdarbietungen wurden die Besucher entführt in eine faszinierende, reizvolle und für viele begeisternde Klangwelt. Die Vielseitigkeit der gebotenen Musik mit immer wieder wechselnden Klangfarben war durch die breite Palette der eingesetzten Musikinstrumente und Alltagsgegenstände schon vorgezeichnet.

Sogar Eimer im Einsatz

Da waren neben verschiedenen Trommeln auch Gongs, Xylophon, Balibells, Djemben, Röhrenglocken, Quica, Drumsets und sogar Geräusche durch Klopfen auf Gegenständen wie an Tischen, Stühlen, Eimern und an einer Wasserschale zu hören. Es war meisterhaft, wie die einzelnen Instrumente jeweils ausgewählt und an passender Stelle zum Leben erweckt wurden. Waren einmal verträumte sphärische Klänge zu hören mit geradezu meditativem Charakter, so konnte der Sound schnell wechseln hin zu fulminant gespielten Rhythmen.

Obwohl auswendig ohne Noten und improvisierend gespielt wurde, erklang die Musik doch wie aus einem Guss. Gerade diese spontane, oft mitreißende Art des Musizierens hatte eine große Wirkung. So sprang der Funke schnell über und die Besucher wurden angesteckt von der heiteren Gelassenheit der bestens aufgelegten Musiker. Immer wieder begeisterten die beiden Percussionskünstler mit glänzenden solistischen Einlagen, bei denen neben den rhythmischen Elementen auch melodische Anteile durchklangen.

Lockere Einwürfe und eine sympathisch zwischen den Musikstücken eingestreute kleine Instrumentenkunde rundeten die Darbietungen ab und ließen den Abend zu einem intensiven musikalischen Erlebnis werden. ….

Max & More – Percussion- Duo mit Herz und Witz

(Schwäbische Zeitung)

Wer spielt heute Abend im Jazzkeller, zwei Trommler, wird das nicht schnell langweilig? Irgendwie fehlt da doch jede Melodie." Dass der Fragesteller neben vielen anderen dann doch zum Konzert mit dem Stuttgarter Perkussionistenduo "Max & More" erschien, musste er nicht bereuen. Bereits mit dem ersten Titel "Glockenklang" für Röhrenglocken wurde offenkundig, auch Schlaginstrumente sind der Melodien mächtig. Darüber hinaus entlockten Uwe Kühner und Bernd Settelmeyer ihren unzähligen, darunter auch recht exotischen Instrumenten wie Balibells oder Quica eine klangliche Mannigfaltigkeit in einem rhythmisch multidimensionalen Raum, in dem es an nichts mangelte.

Bereits am Vormittag hatte das Duo im Rahmen des von der Landesstiftung Baden-Württemberg, der LBBW und dem Landesjazzverband geförderten Projektes "Jazz für Kinder" zwei Workshops mit begeisterndem Abschlusskonzert an der Grundschule Mettenberg gegeben. Dass sie mit ihrer sympathisch-kommunikativen Art nicht nur Kinder begeistern können, war auch bei den Großen schnell klar. Eine wohlüberlegte Dramaturgie, bestens aufgelegte Musiker und ein Publikum, das mit seinem Enthusiasmus nicht hinterm Berg hielt, führten mit fortschreitendem Abend zu einer immer dichteren Atmosphäre, die in einer heiteren Gelassenheit das ästhetisch-spielerische Element der Musik auf den berühmten – und dennoch so seltenen – Punkt brachten. Spaß und Spannung, klare Strukturen und improvisatorische Freiheiten standen in perfekter Balance.

Besonders eindrucksvoll wurde dies deutlich im zweiten Stück nach der Pause in dem zwei, eher aus der Filmmusik bekannte "Water Phones", mit sphärischen Klängen und Raumwirkungen emphatische Empfindungen oder gar tranceartig schwebende Zustände auslösten. Über die skurrilen Sounds aus einer Federtrommel wurden die anfangs amorph wabernden Klangschichten schließlich immer stärker rhythmisch gefasst und konkretisiert um über afrikanische Schlitztrommel und Djembe schließlich in präzise, zupackende Rhythmuspatterns mit viel Drive und Groove überzugehen. Das mit geschlossenen Augen in kontemplativer Verzückung befindliche Publikum erwachte nach erholsamer Drift durch klangliche Metawelten in heiterer Frische. ...(Dr. Helmut Schönecker)

 

Sorgen bei der Theaterpremiere in Noltes Culture Lounge in Überlingen für ordentlich Ruhestörung (von links): Bernd Settelmeyer, Oliver Nolte und Uwe Kühner. Bild: Brehm

SÜDKURIER

25.03.2014 von Christine Brehm

Erstes Theater Überlingens feiert grandiose Premiere

...mit dem Stück „Ruhestörung“ von Eugen Ruge und dem Auftritt des Percussions-Duos „Max & More“ mit Bernd Settelmeyer und Uwe Kühner startete das erste Theater Überlingens in eine vielversprechende Saison. Das Publikum war hin und weg.

 

.Was wie ein zufälliges Zusammentreffen zweier Herren in einem Restaurant begann, entwickelte sich rasch zum Percussions-Wettstreit mit Teller, Messer, Gabel und Glas. Fußbälle, Schalen, Vasen – alles, was ein Restaurant hergibt, verwandelten Uwe Kühner und Bernd Settelmeyer zur rhythmischen Explosion, voller Witz und musikalischer Leidenschaft. Das bekam beim Percussions-Duo „Max & More“ vor allem die erste Reihe zu spüren. Die Zuschauer bekamen nicht nur Wasser aus der unerschöpflichen, fantasie- und klangreichen Instrumentalwelt des Duos ab, sondern spielten auch selbst mit mit. ….

Das bekam beim Percussion-Duo "Max & More" vor allem die erste Reihe zu spüren. Die Zuschauer bekamen nicht nur Wasser aus der unerschöpflichen, fantasie- und klangreichen Instrumentalwelt der Duos ab, sondern spielten auch selbst mit.  ....

 

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